Gute Nachrichten für Eigenheim-Bauherren

Einiges spricht dafür, dass Kreditzusagen für Häuslebauer (Neubau sowie energetische Sanierungsmaßnahmen) in naher Zukunft vereinfacht werden.

Aufgrund des geplanten Finanzaufsichtsrechteergänzungsgesetzes (irrwitziges Wort!) soll die Gewährung von Krediten vereinfacht werden, damit Eigenheimbau und Sanierungen neuen Schub bekommen. Möglich soll dies werden, indem etwa die Immobilie selbst wieder mehr als Sicherheit ansetzbar ist. Dies war in der Praxis nicht immer der Fall, z. B. wenn bei jungen Familien, Selbständigen mit schwankendem Einkommen oder Senioren wegen einer vermeintlich mangelnden Kreditwürdigkeit die Hürden unangemessen hoch waren.

Damit folgt der Gesetzgeber nun europäischen Vorgaben. Das Gesetz soll Rechtsunsicherheiten beseitigen, die zu Beginn des Jahres 2016 im Zuge der Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (auch schön!) entstanden sind und die zu einer eingeschränkten Kreditvergabe für vorgenannten Personenkreis geführt haben. Es wurde Ende März 2017 auf Drängen Bayerns und Baden-Würtembergs vom Bundestag verabschiedet, ohne dass der Bundesrat den Vermittlungsausschuss angerufen hätte.

Durch das beschleunigte Verfahren dürfte das Gesetz in den nächsten Monaten in Kraft treten.

[20.06.2017]

Geänderte (erhöhte) KfW-Zinsen zum 1. Juni

Die KfW hat nach langer Zeit in einigen Förderprogrammen mit wohnwirtschaftlicher Relevanz zum 01.06.2017 die Zinsen erstmals wieder erhöht - anstatt sie wie bisher immer nur zu senken:

  • KfW-Programm "Energieeffizient Bauen"
  • KfW-Wohneigentumsprogramm
  • KfW-Programm "Erneuerbare Energien-Speicher"

Das kann man durchaus als Trendwende verstehen, das Signal kommt wohl - wie so oft - von der FED aus den USA. Vielleicht ist es auch bei uns bald soweit, dass Schluss ist mit der Niedrigzins-Ära. Bau- und Sanierungswillige sollten also nicht zu lange warten…

[20.06.21017]

GEG (Gebäudeenergiegesetz) 2017 kommt erst 2018

Dem Vernehmen nach wird das groß angekündigte GEG mit der legislativen Fusion von den derzeit geltenden Vorschriften

  •  Energieeinsparverordnung (EnEV), 
  •  Energieeinsparungsgesetz (EnEG) und
  •  Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)

nun doch erst nach der Bundestagswahl im Sept. 2017 - also wohl erst 2018 in Kraft treten.

Das GEG ist sozusagen ein nationales Produkt, entstanden aus den Vorgaben der EU-Gebäuderichtlinie aus dem Jahr 2010, die für Neubauten den so genannten Niedrigstenergie-Standard verlangt, ab 2019 für öffentliche bzw. ab 2021 auch für private Gebäude.

[19.06.2017]

Bundesregierung beschließt EnEV 2014

Mit einiger Verspätung hat die Regierung nunmehr die EnEV-Novelle auf den Weg gebracht. Sie ist ein Schritt in Richtung des großen Ziels "Klimaneutraler Gebäudebestand bis 2050" und wird voraussichtlich im Frühjahr 2014 in Kraft treten.

Grund für die Verzögerung war, dass zunächst das EnEG - zum vierten Mal - geändert werden musste und jetzt seit Juli 2013 in Kraft ist. Dieses Gesetz zur Einsparung von Energie in Gebäuden ist gewissermaßen die rechtlich Grundlage dafür, die EnEV überhaupt ändern zu können. Dort wurde festgelegt, dass ab 2020 gemäß den europäischen Vorgaben alle Neubauten im Niedrigstenergiestandard zu errichten sind.

Zentrale Punkte der EnEV-Novelle 2014 (am 16. Oktober 2013 unter weitreichenden, vom Bundesrat verlangten Änderungen beschlossen) sind:

Neubau
Die Anforderungen an die energetische Effizienz für Neubauten steigen ab 2016 - einmalig - nochmals deutlich, und zwar um 25% beim zulässigen Jahresprimärenergiebedarf und um 20% bei der thermischen Qualität der Gebäudehülle (Wärmedämmung).

Bestandsgebäude
Auf neue Vorgaben für Bestandsgebäude wird verzichtet, jedoch müssen bestimmte Heizkessel außer Betrieb genommen werden (es gibt aber Ausnahmen) und die Nachrüstpflichten bei Geschossdecken werden bußgeldbewehrt.

Energieausweis
Die Energieausweise werden künftig um die Angabe von Effizienzklassen, ähnlich der Klassifizierung von Elektrogeräten, erweitert und müssen zum Zeitpunkt der Besichtigung eines Kauf- oder Mietobjektes nicht nur vorliegen, sondern dem Mieter oder Käufer auch ausgehändigt werden. Außerdem wird die Angabe der Energetischen Kennwerte eines Gebäudes in Immobilenanzeigen (bei neuen Energieausweisen) bindend. [26.10.2013]

Förderung von Solarstromspeichern

Das Bundesumweltministerium (BMU) plant, ab Februar des laufenden Jahres mit der staatlichen Förderung von Solarstromspeichern zu beginnen.

Damit wird ein bereits im vergangenen Sommer im Zuge der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gefasster Bundestagsbeschluss umgesetzt.

Durch an das Netz angeschlossene Batteriespeicher werden Spitzen in der Stromproduktion deutlich reduziert und die Aufnahmefähigkeit der Netze ohne zusätzlichen Ausbau drastisch gesteigert.

Damit geht eine Netzstabilisierung einher, weil sich Spannung wie auch Frequenz leichter konstant halten lassen. Durch die geringere Einspeisung in das Netz bei Eigenverbrauch reduziert sich der Bedarf an neuen Stromnetzen. [19.01.2013]

Neue Anreize zur energetischen Verbesserung

Regierung will Bürger mit bis zu 5.000,- Euro zum Dämmen ihrer Häuser ermuntern.

Das Bundeskabinett hat kurz vor Weihnachten 2012 eine Erhöhung der Mittel für energetische Gebäudesanierungen um 300 Millionen Euro auf insgesamt 1,8 Milliarden im Jahr 2013 beschlossen.

Einzelmaßnahmen wie der Austausch von Heizungen und Fenstern oder eine Dämmung der Gebäudehülle sollen mit zehn Prozent der Investitionssumme bezuschusst werden. Maximal sollen 5.000,- statt bisher 3.750,- Euro als Zuschuss fließen.

Wird ein Gebäude im Zuge einer umfassenden Sanierung auf den KfW-Standard "Effizienzhaus 55" gebracht, können 18.750,- Euro aus dem neuen Programm fließen. [08.01.2013]

Aus für steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung

Das mehr als ein Jahr schwelende Vermittlungsverfahren zur steuerlichen Förderung energ. Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden ist beendet. Die von vielen Wohnungeigentümern erhoffte steuerliche Förderung solcher Maßnahmen wird nicht in Kraft treten, weil eine Verständigung zwischen Bund und Ländern trotz angeblich intensiver Bemühungen nicht möglich war.

Die betroffenen Verbände zeigen sich enttäuscht, auch wenn man jetzt zumindest wisse, dass man auf die Möglichkeit der Abschreibung nicht mehr warten müsse. Ob jedoch die Entscheidung mit Blick auf mehr Planungsicherheit bei der Gebäude­sanierung neue Impulse wird geben können, bleibt abzuwarten.

Immerhin gibt es eine Ankündigung der Bundesregierung, ab 2013 ein neues KfW-Programm für energ. Sanierungen i. H v. 300 Millionen EUR pro Jahr aufzulegen. [01.01.2013]

EnEV-Novelle/EnEV 2012 kommt wohl erst 2014

Die Bundesministerien haben den Entwurf zur EnEV-Novelle an die Länder und Verbände zur Stellungnahme versandt. Die wichtigsten Neuerungen werden sein:

  • Erhöhung der Neubau-Anforderungen in zwei Stufen jeweils 12,5% (Jahres-Primärenergiebedarf) bzw. 10% (Wärmedämmung der Gebäudehülle)
  • Keine Anhebung der Anforderungen im Gebäudebestand
  • Die Angabe energetischer Kennwerte in Immobilienanzeigen bei Verkauf und Vermietung wird zur Pflicht
  • Energieausweise werden rechtsverbindlich: Einführung eines Kontroll­systems - außerdem muss der Ausweis künftig "ausgehändigt" und nicht - wie bisher - nur auf Wunsch "zugänglich" gemacht werden.
  • Einführung eines Kontrollsystems zur Sicherung der Einhaltung von EnEV-Neubauanforderungen
  • Absenkung des Primärenergiefaktors/Strom von bisher 2,6 auf 2,0 und An­fang 2016 auf 1,8 [30.12.2012]

"Historisch" niedrige KfW-Zinsen

Gute Nachricht für alle, die bisher gezögert haben:

Die KfW hat die Zinsen für Darlehen in diversen Progammen nochmals drastisch gesenkt - auf sensationelle 1% effektiv! Beim Programm "Energetisch sanieren" sogar für alle Laufzeiten. Wer kann, sollte jetzt aktiv werden - "billigeres" Geld zur Ertüchtigung von Wohneigentum gibt's nie mehr! [26.09.2011]

Energiebeschlüsse für den Gebäudesektor

Wieder Bewegung in bereits totgesagtem Gesetzentwurf

Der Bundesrat hat im vergangenen Juli einem Gesetzentwurf zur steuerlichen Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden seine Zustimmung verweigert.

Dem Vernehmen nach soll nun auf Initiative des Landes Baden-Württemberg in der Sache wieder etwas vorangehen. Man darf also gespannt sein, ob der gebeutelte Steuerzahler in der Folge des üblichen Parteiengezänks erneut das Nachsehen hat…

[26.09.2011]

Fördermittel aufgestockt

Erhöhung der Mittel für das CO2-Programm um 50%

Im Zuge der aktuellen Beschlüsse zum Atomausstieg hat die Bundesregierung bekannt gegeben, die Fördermittel für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm ab dem Jahr 2012 mit 1,5 Mrd. Euro pro Jahr (anstatt wie zuletzt mit 1,0 Mrd. Euro fördern zu wollen.

Die Summe wurde von Bundesminister Ramsauer anlässlich der Bundes­presse­kon­ferenz am 30. Mai genannt. Begründet wurde die Aufstockung mit dem bisherigen Erfolg des laufenden Programms, mit dem seit 2006 erhebliche Energieein­spar­erfolge erzielt worden seien. Als erfreulich ist in diesem Zusammenhang zu sehen, dass der Minister aussdrücklich auf die "Notwendigkeit einer Verstetigung" in diesem Förderbereich hingewiesen hat.

Im Klartext: Die Regierung will offenbar diese Förderschiene stabil halten, damit Bürger mit Sanierungsabsichten nicht durch eine Hü und hott - Umwelt- bzw. Finanzpolitik von ihren Vorhaben abrücken. [03.06.2011]

KfW - Wohnwirtschaftl. Förderprogr.

Einführung einer endfälligen Laufzeitvariante

Mit Blick auf eine Diversifizierung von Finanzierungsvarianten in den Förder­pro­gram­men wurde ab dem 01.03.2011 eine endfällige Laufzeitvariante in allen wohn­wirtschaftlichen Eigen- und Bundesprogrammen eingeführt.

Unter der Beibehaltung der üblichen Mindestlaufzeit von vier Jahren bietet die KfW endfällige Laufzeiten bis zu acht Jahren an. Die endfällige Laufzeitvariante ist mit der Maßgabe verbunden, dass bereits bei Vertragsabschluss die Vorgehensweise zur Fortführung oder Ablösung des Darlehens geregelt ist. [28.04.2011]

Neues im Marktanreizprogramm

15.03.2011: Verbesserte Foerder-Konditionen bei den "Erneuerbaren" im Markt­anreiz­programm (MAP). Eine entsprechende Neuregelung wurde auf der im Maerz 2011 in Frankfurt abgehaltenen Fachmesse ISH bekanntgegeben: Das Bundesumwelt­minis­terium verbessert die Konditionen beim MAP. Bei folgenden Punkten gibt's - z. T. allerdings leider befristet bis zum Jahresende 2011 - Verbesserungen:

  • Solar-Kollektoren
  • Biomasse-Kessel
  • Wärmepumpen

Wer's ganz genau wissen will, guckt hier - wer mit weniger Behördendeutsch aus­kommt, guckt da. [24.04.2011]

Erweiterte KfW-Fördermöglichkeiten

KfW fördert wieder (!) Einzelmaßnahmen bei der (energetischen) Gebäudesanierung

Ein ständiges Auf und Ab bei den staatlich subventionierten KfW-Fördermaßnahmen für die energetische Gebäudesanierung bleibt dem Sanierungswilligen auch im Jahr 2011 erhalten: Für Einzelmaßnahmen bzw. Kombinationen aus Einzelmaßnahmen gibt es seit März 2011 wieder Kredite (Progr.-Nr. 152) und Zuschüsse (Progr.-Nr. 430), und zwar in erster Linie für Maßnahmen wie:

  • Dämmung
  • Fenstertausch
  • Heizung/Lüftung
Das war im Vorjahr schon so, bis das Programm - aus was für Gründen immer - plötzlich und ohne Vorwarnung eingefroren wurde.

Die erneute Einführung ist allerdings mit einer kräftigen Verschärfung (bis zu 20%) der technischen Anforderungen verbunden.

Bei einer Verbesserung der Gebäudehülle bedeutet dies z. B., dass nunmehr ein entsprechender U-Wert für das gesamte Bauteil inklusive der neuen Dämmung erreicht werden muss. Im Unterschied dazu lag bisher das Augenmerk lediglich auf dem Wärmedurchgangswiderstand des neuen Dämmstoffs.

Man muss also eine ganze Menge tun, um in den Genuss der zinsvergünstigten Kredite oder der Zuschüsse zu kommen.

Vergeben wird ein Kredit in Höhe von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit (leider ohne Tilgungszuschuss). Auch hier gibt es die Alternative zum Darlehen (allerdings nur für 1- bzw. 2-Familienhäuser) in Form eines Zuschusses - 5% der Fördersumme und maximal 2.500 Euro. Ebenfalls honoriert wird eine sog. "qualifizierte Baubegleitung" mit bis zu 2.000 Euro.

Entspr. Anträge werden vor Beginn der Maßnahmen bei der Hausbank gestellt. Nach der Durchführung muss der Nachweis geführt werden, dass die geforderten Mindeststandards erreicht wurden, Eigenleistung ist förderschädlich!

Außerdem ist die Einbeziehung eines von der KfW anerkannten Sachverständigen zwingend vorgeschrieben und wird auch bezuschusst. [19.04.2011]

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