KfW-Förderung

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ist schon eine "Ältere Dame"

Sie ist sogar ein paar Monate älter als die BRD - gegründet Ende 1948 - und konstituierte sich mit Billigung der Siegermächte sowie Mitteln des so genannten Mashallplans, um die nach Kriegsende am Boden liegende deutsche Wirtschaft zu finanzieren und voranzutreiben.

Sie ist auch heute noch eine bundeseigene Bank und 'Anstalt des öffentlichen Rechts'. Seit einigen Jahren unterliegt sie der Kontrolle durch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht), hat aber ihren Status als Förderbank behalten.

In Zusammenhang mit dem Geschäftsfeld Inlandsförderung ist hier eine Finanzierung für "Bauen, Wohnen und Energiesparen" Thema.

Effizienzhaus (KfW)

Beim Neubau von Wohngebäuden oder bei kompletten energetischen Sanierungen erhalten Bauherren sehr günstige Kredite (derzeitiger Zinssatz: 0,75%) und hohe Tilgung- bzw. Investitionskostenszuschüsse.

Der Zuschuss richtet sich nach der erreichten Energieeffizienzklasse, den sogenannten KfW-Effizienzhaus-Standards. Derzeit zahlt die KfW-Bank beim effizientesten Standard für einen Sanierungskredit von bis zu 100.000 Euro einen Tilgungszuschuss von 27,5% bzw. Investitionskostenzuschuss von 30,0%.

Dafür muss der Darlehensnehmer und Zuschussempfänger allerdings beim Bauen eine ganze Menge tun.

Die Kosten der Baubegleitung durch einen Energieberater (bei Inanspruchnahme von KfW-Geldern zwingend erforderlich) werden zu 50% gefördert.

Die entsprechenden KfW-Programme sind:

  • 151, 152 „Energieeffizient Sanieren“ - Kredit
  • 430 „Energieeffizient Sanieren“ - Investitionszuschuss
  • 153 „Energieeffizient Bauen“
  • 431 „Energieeffizient-Sanieren“ - Baubegleitung

Einzelmaßnahmen (KfW)

Einzelne Sanierungsmaßnahmen bei Wohngebäuden werden beim KfW-Programm 151 „Energieeffizient Sanieren“ durch stark zinsverbilligte Kredite und Tilgungszuschüsse von derzeit 7,5% oder Investitionszuschüssen von momentan 10% gefördert.

Bei der Kombination einer Maßnahme mit einer Heizung oder Lüftung gibt es derzeit 15% Zuschuss auf beide Maßnahmen. Dafür ist es immer nötig, dass bestimmte technische Mindestanforderungen erfüllt werden, die durch einen Energieberater zu bestätigen sind.

Diese Anforderungen liegen deutlich höher als die der Energieeinsparverordnung (EnEV). Oder anders gesagt: Wer in den Genuss von KfW-Geldern kommen will, muss ein ganzes Stück weit „besser“ (in energetischer Hinsicht) bauen, als es beim Bauen mit Mindeststandard nach EnEV (Energieeinsparverordnung) möglich wäre.

In Frage kommen bei Wohnhäusern in aller Regel folgende Maßnahmen:

  • Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen, Keller- und Geschossdecken
  • Erneuerung der Fenster und Außentüren
  • Erneuerung oder Optimierung der Heizungsanlage
  • Erneuerung oder Einbau einer Lüftungsanlage

Die Kosten der Baubegleitung durch einen Energieberater (bei Inanspruchnahme von KfW-Geldern zwingend erforderlich) werden zu 50% gefördert.

Die entsprechenden KfW-Programme sind:

  • 151, 152 „Energieeffizient Sanieren“ - Kredit
  • 430 „Energieeffizient Sanieren“ - Investitionszuschuss
  • 431 „Energieeffizient-Sanieren“ - Baubegleitung

Die nachstehenden grafischen Förderberater, die sich natürlich auch auf der KfW-Website finden lassen, sind überaus hilfreich für Grundsatzentscheidungen.

 

Das pdf zum Förderberater Neubau gibt's hier.


Das pdf zum Förderberater Sanierung gibt's hier.

BAFA-Förderung

Vor-Ort-Beratung (BAFA)

Eigentümer selbstgenutzter oder vermieteter Wohngebäude können diese umfassende Energieberatung vor einer Sanierung beauftragen. Auf der Grundlage einer Bestandsaufnahme bzw. Analyse des Gebäudezustands erstellt der Energieberater ein individuelles energetisches Sanierungskonzept unter Berücksichtigung des Einsatzes erneuerbarer Energien: Entweder als Komplettsanierung zu einem KfW-Effizienzhaus oder als schrittweise Sanierung mit aufeinander abgestimmten Maßnahmen („Sanierungsfahrplan“). Zudem informiert er in einem persönlichen Gespräch über die Wirtschaftlichkeit und Fördermöglichkeiten bei der Umsetzung.

Sh. auch ENERGIE/Vor-Ort-Beratung

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